von Kaimond Devenor » 29 Nov 2025, 17:58
Meine Finger fühlten sich irgendwie dumpf an. „Dumpf“ war ein seltsames Wort, aber es beschrieb das Gefühl recht gut. Ganz so als wären sie eingeschlafen oder kein Teil mehr von mir. Erst kribbelten sie, dann wurden sie warm und schließlich schwer, schwerer als jede Last, die ich je getragen hatte und nun diese Dumpfheit...
Meine Füße spürten den Boden kaum noch. Der Stein unter ihnen, eben noch hart und kalt, verwandelte sich in etwas Nachgiebiges, als würde er meinen Körper langsam aufnehmen wollen. Das Gefühl, irgendwo zu stehen, löste sich auf wie ein Schatten im Sonnenlicht.
Ich spürte, wie mein Mund trocken wurde, als hätte jeder Atemzug mich mehr geleert. Meine Lippen zitterten. Ich wollte sprechen, irgendetwas sagen: eine Frage, einen Protest, vielleicht ein Wort, das mich selbst an mich erinnerte. Doch als ich den Mund öffnete, kam kein Ton heraus. Nur ein Atemzug, der so flach war, dass er eher ein Gedanke als Luft war.
Meine Ohren hörten kein Summen mehr, sondern das Fehlen von allem. Eine Stille, die so groß war, dass sie mich trug. Mein Mund entspannte sich, und ich spürte den Geschmack von nichts – und dieser Geschmack war tröstlicher als alles zuvor.
Diese Gefühle sind mir nicht neu, denn ich kenne sie sehr genau.
Ich schaute an mir herab. In meiner Brust klaffte ein Loch in der Form einer flachen Hand. Ich spürte in einem Nachhall, wie sich etwas von innen löste. Nicht mit Schmerz, sondern mit einem tiefen Riss, der ganz leise war – ein Riss der nicht nur meinen Körper betraf, sondern das Band zwischen mir und dieser Sphäre.
Der Magier, der mir diese Wunde mit der magierischen Hand zugefügt hatte, war Gardist. Einer jener Gardisten, die ich hatte verhaften lassen. Dies war nun jedoch einerlei.
Mein gesamter Körper wurde taub, meine Augen wurden glasig und schließlich blicklos, bis nichts mehr von mir übrig war.
Die Spiegelscherben kreischten auf, und ein fieberhafter Impuls, wie ein Ruf, waberte durch die Sphäre und berührte Ancanagar. Ein letzter Versuch der Verbindung, dann wurde dieses Leben aus diesem Sein gerissen. Zurück blieb einzig ein Körper.
Dies war nicht nur eine Beschreibung meines Körpers, sondern auch dieses Reiches. Leer – nur eine Hülle – kein Herz – nur Rahmen. Nichts übersteht dieses Sein.
Nicht Kaimond – nicht ein Reich.
Was bleibt ist der Tod.
Meine Finger fühlten sich irgendwie dumpf an. „Dumpf“ war ein seltsames Wort, aber es beschrieb das Gefühl recht gut. Ganz so als wären sie eingeschlafen oder kein Teil mehr von mir. Erst kribbelten sie, dann wurden sie warm und schließlich schwer, schwerer als jede Last, die ich je getragen hatte und nun diese Dumpfheit...
Meine Füße spürten den Boden kaum noch. Der Stein unter ihnen, eben noch hart und kalt, verwandelte sich in etwas Nachgiebiges, als würde er meinen Körper langsam aufnehmen wollen. Das Gefühl, irgendwo zu stehen, löste sich auf wie ein Schatten im Sonnenlicht.
Ich spürte, wie mein Mund trocken wurde, als hätte jeder Atemzug mich mehr geleert. Meine Lippen zitterten. Ich wollte sprechen, irgendetwas sagen: eine Frage, einen Protest, vielleicht ein Wort, das mich selbst an mich erinnerte. Doch als ich den Mund öffnete, kam kein Ton heraus. Nur ein Atemzug, der so flach war, dass er eher ein Gedanke als Luft war.
Meine Ohren hörten kein Summen mehr, sondern das Fehlen von allem. Eine Stille, die so groß war, dass sie mich trug. Mein Mund entspannte sich, und ich spürte den Geschmack von nichts – und dieser Geschmack war tröstlicher als alles zuvor.
Diese Gefühle sind mir nicht neu, denn ich kenne sie sehr genau.
Ich schaute an mir herab. In meiner Brust klaffte ein Loch in der Form einer flachen Hand. Ich spürte in einem Nachhall, wie sich etwas von innen löste. Nicht mit Schmerz, sondern mit einem tiefen Riss, der ganz leise war – ein Riss der nicht nur meinen Körper betraf, sondern das Band zwischen mir und dieser Sphäre.
Der Magier, der mir diese Wunde mit der magierischen Hand zugefügt hatte, war Gardist. Einer jener Gardisten, die ich hatte verhaften lassen. Dies war nun jedoch einerlei.
Mein gesamter Körper wurde taub, meine Augen wurden glasig und schließlich blicklos, bis nichts mehr von mir übrig war.
Die Spiegelscherben kreischten auf, und ein fieberhafter Impuls, wie ein Ruf, waberte durch die Sphäre und berührte Ancanagar. Ein letzter Versuch der Verbindung, dann wurde dieses Leben aus diesem Sein gerissen. Zurück blieb einzig ein Körper.
Dies war nicht nur eine Beschreibung meines Körpers, sondern auch dieses Reiches. Leer – nur eine Hülle – kein Herz – nur Rahmen. Nichts übersteht dieses Sein.
Nicht Kaimond – nicht ein Reich.
Was bleibt ist der Tod.