Ausschreibung: Hauptmann Britains!

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Behemoth
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Beiträge: 284
Registriert: 07 Mai 2025, 10:45

Ausschreibung: Hauptmann Britains!

Beitrag von Behemoth »

Ausschreibung der Stellung als Hauptmann der Stadtwache

Im Namen Ihrer Majestät der Königin!
Gesucht wird ein tapferer und ehrenhafter Recke, der das Amt des Hauptmanns der Stadtwache zu übernehmen vermag. Wer furchtlos vorantritt, das Recht wahrt, Räuber und Halunken in ihre Schranken weist und seine Männer mit klarem Verstand führt, der möge sich melden vor dem Rat der Stadt.

Geboten wird: fester Sold, angemessene Unterkunft und das Ansehen, die Sicherheit der Bürger zu wahren.

Dieser Posten beinhaltet das Recht, Wachen einzustellen und zu befördern, die Gesetze der Stadt durchzusetzen, und an Besprechungen des Stadtrates teilzuhaben.

Bewerber sollen tugendhaft, von gutem Ruf und kampferprobt sein.

Gegeben zu Hand und Siegel am zwölften Tage des elften Mondes,
Für Reich und Krone,
Florian Weißhabicht, Schreiber



OOC-Information:
Der Posten wird temporär vom Staff vergeben, bis die Stadtsteine aktiv sind und autonome Wahlen des Adels ermöglichen. Aktuell handelt es sich um eine Dienstdauer von ca. 4 Monaten, der Charakter kann sich dann aber natürlich direkt zur Wiederwahl stellen und wird nicht automatisch abgesetzt.
Bitte schreibt eure Bewerbungen direkt unter diesen Beitrag, auch wenn in den Texten von spezifischen Bewerbungsstellen gesprochen wird. Danke!
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Kaimond Devenor
Beiträge: 19
Registriert: 19 Jun 2025, 14:16

Ein Schreiben ergeht an Florian Weißhabicht

Beitrag von Kaimond Devenor »

Zu Händen von Florian Weißhabicht,

mit Bedenken sah ich die Ausschreibung für den Posten des Hauptmanns der Garde. In Abwesenheit von Aladar Delorion, Barack und Aetherium von Finsterrode gibt es für jenen Posten nur eine Person: Auriel Toleno.
Er weist einen tadellosen Leumund innerhalb der Garde auf und ist seit ewigen Gezeiten Gardist in verschiedenen Rängen. Von viel entscheidenderer Bedeutung als seine Erfahrung ist jedoch, dass sein Herz im rechten Takt des Herrn schlägt!

In einer Welt, in der Gefahren innerhalb und jenseits der Stadtmauern gleichermaßen lauern, braucht es einen Mann, dem blind vertraut werden kann. Ein Mann mit Besonnenheit. Auriel Toleno ist dieser Mann! Er vermag es die Garde in eine neue Zeit zu führen.

Ich vertraue ihm! Die Garde vertraut ihm! Ich verbürge mich für Auriel Toleno!

Unter dem Lichte der Flamme und als Korporal der Garde,

Kaimond Devenor

Ursprüngliches Posting
gelöschter Charakter_4778
Beiträge: 3
Registriert: 24 Nov 2025, 19:28

Re: Ausschreibung: Hauptmann Britains!

Beitrag von gelöschter Charakter_4778 »

An den ehrenwerten Rat der Stadt
zu Händen des geschätzten Schreibers Florian Weißhabicht


Hochgeehrte Damen und Herren des Rates,
Ehrwürdiger Schreiber Weißhabicht,

mein Name ist Enric Darsten, Sohn des Nordens, Kämpfer im Dienste der Gerechtigkeit und seit vielen Jahren treuer Verteidiger des Reiches. Mit diesem Schreiben bewerbe ich mich ehrerbietig auf Eure Ausschreibung zur Stellung als Hauptmann der Stadtwache.

Seit meiner Jugend stehe ich im Dienste der Krone und habe auf zahlreichen Feldzügen wie auch in der Heimat mein Schwert zum Schutz der Unschuldigen erhoben. Über all die Jahre war es stets mein Bestreben, Ruhm nicht durch prahlerische Worte, sondern durch Taten zu erwerben. Mein Ruf ist tadellos, mein Wille ungebeugt, und mein Verständnis für Ordnung und Recht tief verwurzelt.

In meiner letzten Stellung an den Klippen, nahe des sturmumtosten Ettintals, führte ich als Wachunterführer eine Einheit aus zwölf Wächtern. Lange gelang es uns, durch Disziplin, klare Anweisungen und den festen Glauben daran, dass jedes Leben im Reich schützenswert ist, selbst härtesten Bedrohungen standzuhalten. Doch schließlich wurden wir von einer Übermacht überrannt. Auf dem Rückzug führte ich die Überlebenden — einige schwer verwundet — gen Britain, in der Hoffnung, dort Schutz zu finden und meinem Dienst für Krone und Bürger weiterhin nachzukommen.

Eure Worte in der Ausschreibung — das Recht zu wahren, Haltung zu zeigen und furchtlos voranzuschreiten — sprechen mir aus der Seele. Ich verpflichte mich, als Hauptmann der Stadtwache mit besonnenem Verstand und gerechtem Herzen zu führen, Wachen sorgsam auszuwählen und zu lehren, und stets im Sinne der Bürger wie auch der Krone zu handeln.

Die Aussicht auf festen Sold und würdige Unterkunft ist mir willkommen, doch mehr noch erfüllt mich die Ehre, die Sicherheit der Stadt tragen zu dürfen. Es wäre mir ein Privileg, Teil Eurer Besprechungen zu sein und die Stimme des Schutzes und der Ordnung im Rat zu vertreten.

So lege ich dieses Schreiben in tiefem Respekt vor Euch nieder und hoffe, dass meine Taten wie auch mein Charakter Eurer hohen Erwartung entsprechen mögen und mir ein Treffen mit euch ermöglichen.

Für Reich und Krone,
mit unverbrüchlicher Treue,

Enric Darsten
Recke des Nordens
Bewährter Kämpfer und Diener der Gerechtigkeit
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Kaimond Devenor
Beiträge: 19
Registriert: 19 Jun 2025, 14:16

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Beitrag von Kaimond Devenor »

Das Gespräch mit dem Blackrocksyndikat, Kazhar Rontre, Istrugar und Aetherium hatte ihm zu denken gegeben. Es war ein Satz ausgerechnet von Shezar gesprochen, der ihm im Gedächtnis geblieben war und der ihn nicht ganz losließ.

Nichtsdestotrotz mussten Dinge in die Hand genommen werden. Vielleicht war es notwendig, dass er selbst etwas in die Hand nahm. Es gab Gerüchte über Auriel und seinen Verbleib, doch die Nachrichten widersprachen sich zunehmend.

„Wo bist du, mein Freund?“

Aetheriums Anblick bei dem Treffen hatte auch keine Hoffnung geweckt. Er würde Zeit brauchen.

Er fragte sich in voller Garderüstung durch die Reihen der unzähligen Schreiberlinge und stand schließlich vor der Türe von Schreiberling Weißhabicht. Er gab der Tür ein kurzes Klopfen, dann trat er ein:

„War Auriel Toleno bereits hier? Falls er nicht bereits hier war, seid so gütig und nehmt mein Erscheinen als Bewerbung für dieses Amt zur Kenntnis.“

Seine Gedanken schweiften erneut zu Auriel und Aetherium. Er wusste, er wäre nur ein Halter dieser Position an ihrer statt.

Ein letzter Schritt des Vertrauens. Vielleicht ein Fehlschritt. Aber immerhin ein Schritt.

„Möge Ubirath mich strafen.“
gelöschter Charakter_4778
Beiträge: 3
Registriert: 24 Nov 2025, 19:28

Re: Ausschreibung: Hauptmann Britains!

Beitrag von gelöschter Charakter_4778 »

Die Jahre verstrichen. Enric Darsten wartete. Tage wurden zu Wochen, Monate zu Jahren. Sein Antrag auf das Amt als Hauptmann der Stadtwache blieb unbearbeitet. Briefe verblassten, Versprechen verhallten.

Er verbrachte seine Nächte allein, in einer kleinen Kammer am Rand der Stadt. Die Rüstungen, die einst glänzten, lagen abgestaubt in der Ecke, und das leere Bett knarrte im Wind, der durch das Fenster pfiff.

Nur selten kam jemand an seine Tür. Einer der wenigen war der alte Teppichverkäufer Rahim, der mit seinen verschlissenen Läufern und Geschichten aus fernen Ländern von Tür zu Tür zog.
Rahim mochte Enric. Vielleicht, weil beide Männer etwas mit sich trugen, das die Welt längst übersehen hatte. Manchmal setzte er sich auf den Boden der Kammer, entrollte einen Teppich und erzählte von Städten jenseits der Wüste, in denen Helden geehrt und Versprechen gehalten wurden.
Enric hörte zu — still, dankbar. Doch jedes Mal, wenn Rahim ging, blieb die Kammer wieder ein wenig dunkler zurück.

Eines frostigen Morgens betrat ein Arzt den Raum auf Einladung von Rahim, da dieser seinen Freund seit Tagen nicht mehr erreicht hat.
Was sie fanden, war leise, unscheinbar: Enric lag zusammengesunken auf dem Strohsack. Das Feuer war ausgelöscht, das Licht schwach. Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen. Kein Blut, keine Wunde, kein Kampf — nur Ruhe.

Der Heiler sprach wenig später im Vorbeigehen das Wort, das Alles erklärte: Altersschwäche. In einer Welt, die von Schlachten prahlte, von Schwertern und Helden, war Enric still gegangen — ohne letzten Schlag, ohne würdige Abschiedsrede.

Kaum einer bemerkte sein Verschwinden. Kein Trommelwirbel, kein strahlendes Banner, kein ehrendes Wort im Ratsaal.

Und so blieb seine Bewerbung unbeantwortet.

Sein Name verschwand in den Akten der Stadt. Nur das Windrauschen und das Knarren der alten Bretter erinnerten still daran, dass auch die Tapfersten irgendwann ermüden — und manchmal nicht durch ein Schwert fallen, sondern durch das unsichtbare Gewicht der Zeit.
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Kaimond Devenor
Beiträge: 19
Registriert: 19 Jun 2025, 14:16

Das Reich und Ich

Beitrag von Kaimond Devenor »

Meine Finger fühlten sich irgendwie dumpf an. „Dumpf“ war ein seltsames Wort, aber es beschrieb das Gefühl recht gut. Ganz so als wären sie eingeschlafen oder kein Teil mehr von mir. Erst kribbelten sie, dann wurden sie warm und schließlich schwer, schwerer als jede Last, die ich je getragen hatte und nun diese Dumpfheit...

Meine Füße spürten den Boden kaum noch. Der Stein unter ihnen, eben noch hart und kalt, verwandelte sich in etwas Nachgiebiges, als würde er meinen Körper langsam aufnehmen wollen. Das Gefühl, irgendwo zu stehen, löste sich auf wie ein Schatten im Sonnenlicht.

Ich spürte, wie mein Mund trocken wurde, als hätte jeder Atemzug mich mehr geleert. Meine Lippen zitterten. Ich wollte sprechen, irgendetwas sagen: eine Frage, einen Protest, vielleicht ein Wort, das mich selbst an mich erinnerte. Doch als ich den Mund öffnete, kam kein Ton heraus. Nur ein Atemzug, der so flach war, dass er eher ein Gedanke als Luft war.

Meine Ohren hörten kein Summen mehr, sondern das Fehlen von allem. Eine Stille, die so groß war, dass sie mich trug. Mein Mund entspannte sich, und ich spürte den Geschmack von nichts – und dieser Geschmack war tröstlicher als alles zuvor.

Diese Gefühle sind mir nicht neu, denn ich kenne sie sehr genau.

Ich schaute an mir herab. In meiner Brust klaffte ein Loch in der Form einer flachen Hand. Ich spürte in einem Nachhall, wie sich etwas von innen löste. Nicht mit Schmerz, sondern mit einem tiefen Riss, der ganz leise war – ein Riss der nicht nur meinen Körper betraf, sondern das Band zwischen mir und dieser Sphäre.

Der Magier, der mir diese Wunde mit der magierischen Hand zugefügt hatte, war Gardist. Einer jener Gardisten, die ich hatte verhaften lassen. Dies war nun jedoch einerlei.
Mein gesamter Körper wurde taub, meine Augen wurden glasig und schließlich blicklos, bis nichts mehr von mir übrig war.

Die Spiegelscherben kreischten auf, und ein fieberhafter Impuls, wie ein Ruf, waberte durch die Sphäre und berührte Ancanagar. Ein letzter Versuch der Verbindung, dann wurde dieses Leben aus diesem Sein gerissen. Zurück blieb einzig ein Körper.

Dies war nicht nur eine Beschreibung meines Körpers, sondern auch dieses Reiches. Leer – nur eine Hülle – kein Herz – nur Rahmen. Nichts übersteht dieses Sein.

Nicht Kaimond – nicht ein Reich.

Was bleibt ist der Tod.
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