von Crovax Donnerhall » 14 Sep 2026, 15:19
Reichsfeldwebel Crovax Donnerhall hatte die ersten Gerüchte zunächst nicht weiter beachtet. In einer Stadt wie Britain entstanden Geschichten schnell, und gerade Dinge, die sich nachts auf einem Friedhof abgespielt haben sollten, wurden mit jedem Erzähler größer. Von beschädigten Gräbern war die Rede, von offenen Särgen, manche behaupteten gar, Tote seien verschwunden. Solange niemand eine offizielle Meldung machte, blieb es für ihn jedoch genau das: Gerede. Erst als im Laufe des Tages mehrere besorgte Bewohner bei der Reichsgarde vorsprachen und unabhängig voneinander von aufgewühlten Grabstellen berichteten, änderte sich die Lage. Einer der Männer gab an, das Grab eines Verwandten am Morgen in einem Zustand vorgefunden zu haben, der ihm merkwürdig erschienen war. Die Erde habe anders gelegen als zuvor, frischer, unruhiger, an den Rändern teilweise eingesunken. Eine weitere Bewohnerin berichtete von einem benachbarten Grab, an dem es ähnlich ausgesehen habe. Niemand hatte jemanden auf dem Friedhof gesehen, niemand konnte eine Person beschreiben, doch die übereinstimmenden Angaben reichten aus, damit Crovax die Sache selbst überprüfte.
Noch bevor er sich zum Friedhof begab, wandte sich Reichsfeldwebel Crovax Donnerhall an Reichsgardist Thorus Ne'rul. Während Crovax den Tatort selbst in Augenschein nehmen wollte, sollte Thorus die Befragung möglicher Zeugen übernehmen. Er erhielt den Befehl, sich im Umfeld des Friedhofs und in den angrenzenden Straßen umzuhören, Personen ausfindig zu machen, die sich während der Nacht noch draußen aufgehalten hatten, und jede Beobachtung festzuhalten, die mit den Vorkommnissen in Verbindung stehen könnte. Besonders sollte er darauf achten, ob jemand fremde Personen, Licht auf dem Friedhof, ungewöhnliche Geräusche, Fuhrwerke oder andere Auffälligkeiten bemerkt hatte. Crovax machte deutlich, dass auch scheinbar belanglose Aussagen aufgenommen werden sollten. Ob sie von Bedeutung waren, konnte später entschieden werden.
Während Thorus mit der Suche nach möglichen Zeugen begann, machte sich Crovax selbst auf den Weg zum Friedhof. Vor Ort verschaffte er sich zunächst einen Überblick über das Gelände. Er begann nicht sofort bei den gemeldeten Grabstellen, sondern betrachtete zunächst Wege, Zugänge und die nähere Umgebung. Der Boden war an einigen Stellen feucht und weich genug, dass gewöhnliche Spuren hätten erhalten bleiben können. Allerdings waren seit dem Morgen bereits Besucher, Angehörige und Totengräber über Teile des Geländes gegangen, sodass sich nur schwer feststellen ließ, welche Abdrücke aus der vergangenen Nacht stammten und welche erst im Laufe des Tages entstanden waren.
Crovax ließ sich die auffälligen Grabstellen zeigen und untersuchte jede davon einzeln. Bei mehreren Gräbern war deutlich zu erkennen, dass die Erde vor nicht allzu langer Zeit bewegt worden war. Zwar hatte jemand versucht, die Oberfläche wieder zu schließen, doch die Arbeit war nicht sauber genug gewesen, um einen genaueren Blick zu täuschen. Die Erde war lockerer als bei den umliegenden Gräbern, Grasnarben lagen an einigen Stellen verschoben, und die Ränder der Grabstellen wirkten unregelmäßig. An wenigstens einem Grab zeigten sich zudem Beschädigungen am Holz darunter, die darauf hindeuteten, dass der Sarg nach der Bestattung erneut geöffnet worden war.
Crovax ließ schließlich zwei der auffälligsten Gräber überprüfen. Dabei bestätigte sich, was zunächst nur als Gerücht durch Britain gegangen war. Die Särge waren geöffnet worden, und die darin bestatteten Leichname fehlten. Auffällig war jedoch, dass kein gewöhnlicher Grabräuber am Werk gewesen zu sein schien. Persönliche Gegenstände, einfache Schmuckstücke und andere Grabbeigaben waren zurückgelassen worden. Es fehlten die Toten selbst. Crovax nahm diesen Umstand besonders genau zur Kenntnis. Wer sich nachts die Mühe machte, Gräber zu öffnen und anschließend wieder zu schließen, nur um die Leichname zu entfernen, hatte offensichtlich einen anderen Grund als bloße Bereicherung.
Er suchte den unmittelbaren Bereich um die betroffenen Gräber systematisch nach weiteren Hinweisen ab. Im feuchten Boden fanden sich zahlreiche Abdrücke, doch keiner davon ließ sich mit Sicherheit der Tatnacht zuordnen. Werkzeugspuren waren entweder zu undeutlich oder durch die nachfolgenden Arbeiten bereits teilweise verwischt worden. Es gab keine zurückgelassenen Werkzeuge, keine Stoffreste, keine persönlichen Gegenstände und keine eindeutigen Schleifspuren, aus denen sich hätte erkennen lassen, auf welchem Weg die Leichname vom Friedhof geschafft worden waren. Auch über die Anzahl der Täter ließ sich nichts sagen. Es war ebenso möglich, dass eine einzelne Person mit genügend Zeit gearbeitet hatte, wie dass mehrere Beteiligte gemeinsam vorgegangen waren.
Während Crovax den Friedhof untersuchte, führte Thorus Ne'rul die angeordneten Befragungen durch. Totengräber, Bewohner der angrenzenden Straßen und Personen, die angaben, in der betreffenden Nacht noch spät unterwegs gewesen zu sein, wurden nach möglichen Beobachtungen gefragt. Die Ergebnisse blieben jedoch dürftig. Niemand hatte eine verdächtige Person auf dem Friedhof gesehen. Ein Bewohner glaubte, in der Nacht ein dumpfes Geräusch gehört zu haben, konnte jedoch weder die genaue Zeit noch die Richtung bestimmen. Ein anderer berichtete, Hunde hätten ungewöhnlich lange angeschlagen, doch auch daraus ließ sich nichts Verwertbares ableiten. Niemand konnte von Licht auf dem Friedhof berichten, niemand hatte ein verdächtiges Fuhrwerk gesehen, und niemand konnte eine Person nennen oder beschreiben, die mit den geöffneten Gräbern in Verbindung gebracht werden konnte.
Nachdem Crovax seine Untersuchung vor Ort abgeschlossen hatte und die Ergebnisse der Befragungen durch Thorus zusammengetragen worden waren, blieb nur ein ernüchterndes Bild. Mehrere Gräber waren nachweislich geöffnet worden. Aus den betroffenen Särgen fehlten die Leichname. Hinweise auf gewöhnlichen Diebstahl lagen nicht vor, da Wertgegenstände und Grabbeigaben zurückgelassen worden waren. Verwertbare Spuren am Tatort konnten nicht gesichert werden. Die vorhandenen Abdrücke ließen sich aufgrund des nachfolgenden Besucherverkehrs nicht eindeutig zuordnen. Es gab weder glaubwürdige Augenzeugen noch eine Beschreibung möglicher Täter. Auch über Anzahl, Motiv und Fluchtrichtung ließ sich keine belastbare Aussage treffen.
Am Abend setzte sich Crovax daran, die bisherigen Erkenntnisse für den Hauptmann in einem Bericht zusammenzufassen. Der Sachverhalt ließ sich trotz aller Gerüchte recht knapp festhalten: Mehrere Gräber auf dem Friedhof von Britain waren in der Nacht geöffnet worden, die darin bestatteten Leichname fehlten, Wertgegenstände waren zurückgelassen worden. Die Befragung möglicher Zeugen hatte keine verwertbaren Hinweise erbracht. Am Tatort hatten sich keine eindeutigen Spuren sichern lassen, die Rückschlüsse auf Täter, Anzahl der Beteiligten oder deren weiteren Weg ermöglichten.
Crovax las den Bericht ein letztes Mal, ehe er ihn versah und zur Weitergabe vorbereitete.
Ermittlung gegen Unbekannt.
Mehr ließ sich zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen. Die Gräber waren geschändet worden, die Toten verschwunden, und wer auch immer dafür verantwortlich war, hatte nichts zurückgelassen, das unmittelbar zu ihm führte. Für die Reichsgarde blieb damit vorerst nur, den Vorgang festzuhalten, weitere Meldungen aufmerksam zu verfolgen und darauf zu achten, ob sich auf dem Friedhof oder an anderer Stelle in Britain ein ähnliches Muster wiederholen würde.
Reichsfeldwebel Crovax Donnerhall hatte die ersten Gerüchte zunächst nicht weiter beachtet. In einer Stadt wie Britain entstanden Geschichten schnell, und gerade Dinge, die sich nachts auf einem Friedhof abgespielt haben sollten, wurden mit jedem Erzähler größer. Von beschädigten Gräbern war die Rede, von offenen Särgen, manche behaupteten gar, Tote seien verschwunden. Solange niemand eine offizielle Meldung machte, blieb es für ihn jedoch genau das: Gerede. Erst als im Laufe des Tages mehrere besorgte Bewohner bei der Reichsgarde vorsprachen und unabhängig voneinander von aufgewühlten Grabstellen berichteten, änderte sich die Lage. Einer der Männer gab an, das Grab eines Verwandten am Morgen in einem Zustand vorgefunden zu haben, der ihm merkwürdig erschienen war. Die Erde habe anders gelegen als zuvor, frischer, unruhiger, an den Rändern teilweise eingesunken. Eine weitere Bewohnerin berichtete von einem benachbarten Grab, an dem es ähnlich ausgesehen habe. Niemand hatte jemanden auf dem Friedhof gesehen, niemand konnte eine Person beschreiben, doch die übereinstimmenden Angaben reichten aus, damit Crovax die Sache selbst überprüfte.
Noch bevor er sich zum Friedhof begab, wandte sich Reichsfeldwebel Crovax Donnerhall an Reichsgardist Thorus Ne'rul. Während Crovax den Tatort selbst in Augenschein nehmen wollte, sollte Thorus die Befragung möglicher Zeugen übernehmen. Er erhielt den Befehl, sich im Umfeld des Friedhofs und in den angrenzenden Straßen umzuhören, Personen ausfindig zu machen, die sich während der Nacht noch draußen aufgehalten hatten, und jede Beobachtung festzuhalten, die mit den Vorkommnissen in Verbindung stehen könnte. Besonders sollte er darauf achten, ob jemand fremde Personen, Licht auf dem Friedhof, ungewöhnliche Geräusche, Fuhrwerke oder andere Auffälligkeiten bemerkt hatte. Crovax machte deutlich, dass auch scheinbar belanglose Aussagen aufgenommen werden sollten. Ob sie von Bedeutung waren, konnte später entschieden werden.
Während Thorus mit der Suche nach möglichen Zeugen begann, machte sich Crovax selbst auf den Weg zum Friedhof. Vor Ort verschaffte er sich zunächst einen Überblick über das Gelände. Er begann nicht sofort bei den gemeldeten Grabstellen, sondern betrachtete zunächst Wege, Zugänge und die nähere Umgebung. Der Boden war an einigen Stellen feucht und weich genug, dass gewöhnliche Spuren hätten erhalten bleiben können. Allerdings waren seit dem Morgen bereits Besucher, Angehörige und Totengräber über Teile des Geländes gegangen, sodass sich nur schwer feststellen ließ, welche Abdrücke aus der vergangenen Nacht stammten und welche erst im Laufe des Tages entstanden waren.
Crovax ließ sich die auffälligen Grabstellen zeigen und untersuchte jede davon einzeln. Bei mehreren Gräbern war deutlich zu erkennen, dass die Erde vor nicht allzu langer Zeit bewegt worden war. Zwar hatte jemand versucht, die Oberfläche wieder zu schließen, doch die Arbeit war nicht sauber genug gewesen, um einen genaueren Blick zu täuschen. Die Erde war lockerer als bei den umliegenden Gräbern, Grasnarben lagen an einigen Stellen verschoben, und die Ränder der Grabstellen wirkten unregelmäßig. An wenigstens einem Grab zeigten sich zudem Beschädigungen am Holz darunter, die darauf hindeuteten, dass der Sarg nach der Bestattung erneut geöffnet worden war.
Crovax ließ schließlich zwei der auffälligsten Gräber überprüfen. Dabei bestätigte sich, was zunächst nur als Gerücht durch Britain gegangen war. Die Särge waren geöffnet worden, und die darin bestatteten Leichname fehlten. Auffällig war jedoch, dass kein gewöhnlicher Grabräuber am Werk gewesen zu sein schien. Persönliche Gegenstände, einfache Schmuckstücke und andere Grabbeigaben waren zurückgelassen worden. Es fehlten die Toten selbst. Crovax nahm diesen Umstand besonders genau zur Kenntnis. Wer sich nachts die Mühe machte, Gräber zu öffnen und anschließend wieder zu schließen, nur um die Leichname zu entfernen, hatte offensichtlich einen anderen Grund als bloße Bereicherung.
Er suchte den unmittelbaren Bereich um die betroffenen Gräber systematisch nach weiteren Hinweisen ab. Im feuchten Boden fanden sich zahlreiche Abdrücke, doch keiner davon ließ sich mit Sicherheit der Tatnacht zuordnen. Werkzeugspuren waren entweder zu undeutlich oder durch die nachfolgenden Arbeiten bereits teilweise verwischt worden. Es gab keine zurückgelassenen Werkzeuge, keine Stoffreste, keine persönlichen Gegenstände und keine eindeutigen Schleifspuren, aus denen sich hätte erkennen lassen, auf welchem Weg die Leichname vom Friedhof geschafft worden waren. Auch über die Anzahl der Täter ließ sich nichts sagen. Es war ebenso möglich, dass eine einzelne Person mit genügend Zeit gearbeitet hatte, wie dass mehrere Beteiligte gemeinsam vorgegangen waren.
Während Crovax den Friedhof untersuchte, führte Thorus Ne'rul die angeordneten Befragungen durch. Totengräber, Bewohner der angrenzenden Straßen und Personen, die angaben, in der betreffenden Nacht noch spät unterwegs gewesen zu sein, wurden nach möglichen Beobachtungen gefragt. Die Ergebnisse blieben jedoch dürftig. Niemand hatte eine verdächtige Person auf dem Friedhof gesehen. Ein Bewohner glaubte, in der Nacht ein dumpfes Geräusch gehört zu haben, konnte jedoch weder die genaue Zeit noch die Richtung bestimmen. Ein anderer berichtete, Hunde hätten ungewöhnlich lange angeschlagen, doch auch daraus ließ sich nichts Verwertbares ableiten. Niemand konnte von Licht auf dem Friedhof berichten, niemand hatte ein verdächtiges Fuhrwerk gesehen, und niemand konnte eine Person nennen oder beschreiben, die mit den geöffneten Gräbern in Verbindung gebracht werden konnte.
Nachdem Crovax seine Untersuchung vor Ort abgeschlossen hatte und die Ergebnisse der Befragungen durch Thorus zusammengetragen worden waren, blieb nur ein ernüchterndes Bild. Mehrere Gräber waren nachweislich geöffnet worden. Aus den betroffenen Särgen fehlten die Leichname. Hinweise auf gewöhnlichen Diebstahl lagen nicht vor, da Wertgegenstände und Grabbeigaben zurückgelassen worden waren. Verwertbare Spuren am Tatort konnten nicht gesichert werden. Die vorhandenen Abdrücke ließen sich aufgrund des nachfolgenden Besucherverkehrs nicht eindeutig zuordnen. Es gab weder glaubwürdige Augenzeugen noch eine Beschreibung möglicher Täter. Auch über Anzahl, Motiv und Fluchtrichtung ließ sich keine belastbare Aussage treffen.
Am Abend setzte sich Crovax daran, die bisherigen Erkenntnisse für den Hauptmann in einem Bericht zusammenzufassen. Der Sachverhalt ließ sich trotz aller Gerüchte recht knapp festhalten: Mehrere Gräber auf dem Friedhof von Britain waren in der Nacht geöffnet worden, die darin bestatteten Leichname fehlten, Wertgegenstände waren zurückgelassen worden. Die Befragung möglicher Zeugen hatte keine verwertbaren Hinweise erbracht. Am Tatort hatten sich keine eindeutigen Spuren sichern lassen, die Rückschlüsse auf Täter, Anzahl der Beteiligten oder deren weiteren Weg ermöglichten.
Crovax las den Bericht ein letztes Mal, ehe er ihn versah und zur Weitergabe vorbereitete.
Ermittlung gegen Unbekannt.
Mehr ließ sich zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen. Die Gräber waren geschändet worden, die Toten verschwunden, und wer auch immer dafür verantwortlich war, hatte nichts zurückgelassen, das unmittelbar zu ihm führte. Für die Reichsgarde blieb damit vorerst nur, den Vorgang festzuhalten, weitere Meldungen aufmerksam zu verfolgen und darauf zu achten, ob sich auf dem Friedhof oder an anderer Stelle in Britain ein ähnliches Muster wiederholen würde.