An die Lord of War

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Auron De'Raynos
Beiträge: 7
Registriert: 13 Mai 2025, 22:02

An die Lord of War

Beitrag von Auron De'Raynos »

Ein Bote in rotgefütterter Robe, das Wappen des Schwertbundes auf der Brust, schreitet trotz Wind und Wetter unbeirrt voran.
Vor den Toren der Lord of War überreicht er eine mit rotem Siegel versehene Pergamentrolle.
Edler Kriegsherr,

schwere Zeiten verlangen schwere Entscheidungen.

Dunkle Schatten sammeln sich über unserer Stadt und dem gesamten Reich; das drohende Werk des finsteren Schattenbundes liegt wie ein kalter Nebel über dem Land.

So spreche ich im Namen des Schwertbundes des Erleuchteten Engels, dessen Diener und Sprecher ich bin, und biete Euch Auron De’Raynos einen Waffenstillstand an.
Mögen unsere Klingen ruhen, bis die größere Gefahr gebannt ist.
Möge unser Bund, so flüchtig er auch sein mag, dem Schatten Einhalt gebieten und den Völkern neue Hoffnung schenken.
Auf dass Ehre vor Blut, und Pflicht vor Zorn stehe.

Im Lichte des Engels,
Auron De’Raynos
Minora Vincenzo
Beiträge: 5
Registriert: 07 Mai 2025, 10:48

Re: An die Lord of War

Beitrag von Minora Vincenzo »

Der Abend senkte sich wie ein dunkler Samtvorhang über die Festung der Lords of War. Auf den Zinnen brannten bereits die ersten Feuerkörbe, deren Schein sich in den schwarzen Bannern brach, die schwer und stolz im Wind hingen. Die Feste selbst – ein Trutzbau aus dunklem Stein, mit hohen Türmen und weitläufigen Innenhöfen – wirkte in diesem Licht wie ein gewaltiger Schatten, der sich über das Land legte.

Minora Vincenzo, Hochmagierin der Lords, schritt mit ruhigen, gemessenen Schritten über das Kopfsteinpflaster des Hofes. Ihre schwarze Robe, innen mit dunklem Rot ausgeschlagen, folgte jeder ihrer Bewegungen wie eine zweite Schattenhaut. Der Schmuck ihrer Stellung – das feine, in Silber gefasste Emblem der Gilde – glänzte nur dezent an ihrer Schulter. Die Zeiten, in denen sie Befehle von den Mauern herabrief, mochten vorüber sein, doch die Feste kannte ihre einstige Lady of War und schien sie noch immer als eine der Ihren zu erkennen.

Die schweren Tore im Rücken, der Blick auf den inneren Turm gerichtet, in dessen Obergeschoss Nartokas Schreiberstube lag, war sie in Gedanken bereits bei den Berichten des Tages, als sich feste Stiefel auf dem Stein näherten.

„Lady Minora!“, rief eine Stimme, respektvoll, aber nicht unsicher.

Sie wandte den Kopf. Ein Wachmann der Feste – noch jung, aber in das Schwarz der Lords gehüllt, mit dem Wappen der Gilde auf der Brust – kam ihr entgegen. Sein Helm war unter den Arm geklemmt, ein leichter Schweißfilm stand ihm auf der Stirn, als sei er den halben Hof im Laufschritt durchquert.

„Was gibt es?“ Minoras Stimme war ruhig, ohne Härte, aber mit der selbstverständlichen Autorität eines Menschen, der einst Befehlsgewalt getragen hatte.

Der Wachmann blieb vor ihr stehen, schlug knapp die Fäuste an die Brust und senkte dann den Blick. In seiner behandschuhten Hand hielt er ein sauber zusammengerolltes Pergament, mit einem roten Siegel verschlossen – Wachs wie geronnenes Blut, in das ein geflügeltes Schwert geprägt war.

„Eine Botschaft, Herrin. Sie wurde am äußeren Tor überbracht. Der Bote verlangte keine Antwort… nur, dass dieses Schreiben einem Verantwortlichen der Lords ausgehändigt werde.“ Der junge Mann hob den Blick, als wolle er ihre Reaktion prüfen. „Es trägt das Siegel des Schwertbundes… des dunklen Engels.“

Einen Herzschlag lang sagte Minora nichts. Der Name allein reichte, um alte Erinnerungen wie schlafende Wölfe in den Schatten ihres Geistes zu rühren – Bündnisse, Fehden, Kämpfe, in denen die Klingen mehr gesprochen hatten als Höflinge und Schreiber. Der Schwertbund war kein gewöhnlicher Absender. Wenn der dunkle Engel seine Hand ausstreckte, dann selten aus bloßer Höflichkeit.

„Habt Ihr den Boten gesehen?“ fragte sie leise.

„Nur flüchtig, Lady. Kapuze im Gesicht, wenig Worte. Er blieb nicht, um zu trinken oder zu ruhen.“

Minora nickte knapp. Sie streckte die Hand aus, und der Wachmann legte ihr das Pergament in die Finger. Das Wachs fühlte sich kühl an, beinahe fremd, als hätte es die Wärme des Hofes bewusst ausgesperrt.

„Ihr habt richtig gehandelt, Soldat.“ Ihr Blick glitt kurz über ihn hinweg zu den Mauern, den Türmen, den schwarzen Bannern, die über der Feste flatterten. „Kehrt auf Eure Position zurück. Und wenn jemand nach der Botschaft fragt, verweist ihn an Lord Nartoka. Niemand sonst.“

„Zu Befehl, Lady Minora.“

Er wandte sich ab, und seine Schritte verklangen zwischen den Geräuschen des Hofes – das Klirren von Ketten, das ferne Schlagen eines Übungsschwertes auf Holz, das dumpfe Rumoren der gewaltigen Feste, die auch im Frieden niemals ganz zur Ruhe kam.

Minora blieb einen Moment stehen und betrachtete das Siegel. Der geflügelte Stahl, der dunkle Engel – Symbole, die ebenso viel Verheißung wie Gefahr bedeuteten. Sie hätte das Pergament hier öffnen können, unter dem freien Himmel, nur begleitet von der wachsamen Stille der Feste. Doch das war nicht ihre Rolle mehr. Sie war Magierin im Dienst der Lords, Beraterin, nicht Herrscherin.

Und diese Entscheidung, was mit der Botschaft des Schwertbundes geschehen sollte, gebührte Lord Nartoka.

Mit einer leichten Drehung ihres Mantels setzte sie sich in Bewegung, den inneren Turm ansteuernd. Die Treppen hinauf zu Nartokas Schreiberstube waren ihr vertraut – der Weg führte durch breite Gänge, deren Wände mit Waffen, Trophäen und alten Bannern geschmückt waren. Überall Schwarz, gebrochen von Stahl und tiefen Farben, die Geschichten von Schlachten erzählten, die längst Geschichte waren – und von solchen, die vielleicht bevorstanden.

Vor der schlichten, aber soliden Tür der Schreiberstube blieb Minora stehen. Hinter dieser Schwelle wurden Kriege nicht nur mit Stahl, sondern mit Worten, Plänen und Zeichen auf Pergament geführt.

Sie legte kurz die Finger auf das Siegel, als wolle sie das Gewicht der Nachricht abschätzen, dann atmete sie langsam aus.

„Möge der Krieg uns diesmal nicht blind machen…“ murmelte sie kaum hörbar, ein Gedanke, der irgendwo zwischen Gebet und Warnung schwebte.

Dann hob sie die Hand und klopfte an Nartokas Tür, die Botschaft des Schwertbundes des dunklen Engels fest in ihrer schwarzen, magierischen Hand.
Mollog Talfar
Beiträge: 1
Registriert: 07 Mai 2025, 10:46

Re: An die Lord of War

Beitrag von Mollog Talfar »

Die letzten Sonnenstrahlen brachen sich an den Zinnen der Feste.
Der Schatten erfüllte den Innenhof der Festung der Lords.
Auch Mollog war zur Stund zugegen, mit den letzten Sonnenstrahlen betrat Lord Mollog die Feste durch die starke Toranlage.
Die Sonne im Rücken, die letzte kraft der Sonne verschlingend, sein Schatten voran, betrat der Paladin den Hof.

Mit dem Helm unter seinem Arm, der scheppernden Platte die im Lichte des gerade entzündeten Feuers glänzte und das
Feuerspiel widerspiegelte passierte er den Weg die Mauer entlang Richtung Turm und Hauptgebäude.

"Mylord",
entglitt einem der Wachen an dem er vorbei schweifte. Mollog hielt kurz inne und unterbach seinen Weg.

"Soldat, irgendwelche besonderen Vorkommnisse?"
entgegenete der Lord dem Solaten. Sein blick liess er dabei durch den Hof gleiten. Ruhig und ohne große Mimik
fixierte er dann wieder diesen.

"Mylord.. keine Besonderen Vorkommnisse. Alles ruhig. Nur ein Bote mit einer Nachricht passierte die Tore,
wie ich hörte zierte das Wappen des Schwertbundes diesen"
...


So.. Ein Bote, kurz vermochte er zu grübeln ehe er dem Soldaten zunickte.

"Auf euren Posten"

Mit den Worten wandte er sich auch schon ab und setzte seinen Weg fort.
Was dies zu dieser Stunde zu bedeuten hatte..?
Er würde wohl bald mehr erfahren.

Durch die Fenster war das flackern der Kerzen im inneren des Turmes zu sehen.

Es sollte Lord Nartoka einen Besuch abstatten. Es muss ein wichtiges anliegen sein.
Durch den Luftzug durch den Schritte Lord Mollogs bewegten sich die Banner des Ganges.

Am Ende dieses erkannte er die Umrisse einer in eine dunkle verzierten Robe eingehüllten
Person. Als er näher kam erkannte er Lady Minora.

"Lady Minora" Ein tiefes respektvolles nicken wird ihr entgegengebracht. Das Pergament in ihrer Hand betrachtend.

War Lord Nartoka zugegen? Er hatte ihn schon ein paar Tage nicht zu gesicht bekommen..
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